Das Budget des Bundes für 2018 sieht vor, sämtliche Mittel für die Milchprüfung zu streichen (wir berichteten). Für den Vorstand der Schweizer Milchproduzenten ist die Ankündigung «nicht akzeptierbar», wie er in einer Medienmitteilung vom Donnerstagabend ausrichten lässt.
Grund für die klare Haltung: Die Kosten von über drei Millionen Franken würden vor allem die Produzenten zu tragen haben. Konkret würden die Kosten für die Milchprüfung nach der Budgetkürzung für jeden Milchproduzenten jährlich rund 160 Franken betragen - und nicht mehr gut dreissig Franken.
Klare Haltung
Deshalb wehrt sich die SMP gemäss Mitteilung gemeinsam mit dem Schweizer Bauernverband und den betroffenen Akteuren gegen diese Kürzung. Doch das ist nicht die einzige Kürzung, die es aus Verbandssicht abzuwehren gilt. Wie die SMP schreiben, würden im Budgetvoranschlag auch an den Übergangsbeiträgen Kürzungen vorgenommen. «Begründet wird dies mit der Anpassung an die Teuerung, was keine sachliche Grundlage hat.»
Richtpreiserhöhung wird umgesetzt
Immerhin ist der Markt nicht ganz so hart zu den Milchproduzenten. Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten SMP stellt gemäss derselben Mitteilung nämlich auch fest, dass die Richtpreiserhöhung per 1. Oktober 2017 «mehrheitlich transparent umgesetzt wird.» Er fordert, auch das Potenzial bei den Butterpreisen auszuschöpfen.
Nur die Fettpreisanpassung bleibt aus
Grund für diese Forderung: Die Butterlager sind aktuell noch bei rund 2000 Tonnen, was für diese Jahreszeit als tief zu taxieren sei. Entsprechend finden die SMP, dass die vom Vorstand der BO Milch in Aussicht gestellte Fettpreisanpassung noch ungenügend ist.
BauZ