Die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP führte anfangs November vier Regionaltagungen in verschiedenen Landesteilen durch, um über die aktuelle Milchmarktsituation, die Stossrichtung der Milchproduzenten zur Agrarpolitik 2022+ sowie über die neue Marketing-Basiskampagne "Schweizer Milch - echt stark" zu informieren.
Die SMP fordern, dass die Direktzahlungen künftig mehr auf Leistung und Professionalität ausgerichtet werden als nur auf die Fläche. Die Förderung der einheimischen Raufuttergrundlagen soll zudem die Basis für die künftige Ausrichtung sein und als wichtiges Differenzierungsmerkmal gefördert werden. Nur so könne die Molkereimilchproduktion am Standort Schweiz langfristig gehalten werden, heisst es in einer Mitteilung.
Anfang 2018 starten die SMP mit einer Marketingkampagne, welche neu den Aspekt "Herkunft Schweiz und Mehrwerte" betont. Tierwohl und Nachhaltigkeit haben dabei hohe Priorität und sollen als Basis der Differenzierung dienen.
An der Tagung in Thun wurden durch die Fachkommission Milch des Berner Bauern Verbandes sowie durch Aaremilch AG über die neue Arbeitsteilung in Milchfragen orientiert. Aaremilch AG wird neuer Ansprechpartner für Milchfragen sein und entsprechende Gefässe für Molkerei- und Käsereimilch schaffen. Für die SMP heisst dies voraussichtlich, dass es im Frühjahr eine Übertragung der SMP-Mitgliedschaft vom Berner Bauern Verband an aaremilch AG geben wird. Für die Bemo-Milchproduzenten im Kanton Bern ändert sich dadurch nichts. Diese Informationen wurden fast diskussionslos gutgeheissen. Ebenso wurde die geplante Zusammenarbeit von mooh und Prolait an der Tagung in Chéserex positiv aufgenommen. Auch das geplante Zusammengehen der Emmi-Direktlieferantengruppen (Bemo, MPM, ZeNoOs) wurde in den Pausen zum Teil rege diskutiert. Sämtliche geplanten Zusammenarbeiten müssen von den zuständigen Gremien noch gutgeheissen werden.
lid