Schlussabrechnung 2016

Dank vorübergehend steigenden Zuckerpreisen auf dem Weltmarkt und in der EU wird die Schweizer Zucker AG trotz der tiefen Zuckerproduktion ein ansprechendes Betriebsergebnis realisieren können. Der definitive Rübenpreis 2016 wurde von der Interprofession auf CHF 44.-/t festgelegt. Dieser liegt somit auf dem gleichen Niveau wie letztes Jahr und einen Franken über dem Richtpreis. Der Schlusspreis setzt sich aus dem Grundpreis von CHF 37.-/t, und einer variablen Komponente von CHF 7.-/t zusammen. Dazu kommt die individuelle Qualitätsbezahlung von durchschnittlich etwa CHF 12.- / t Zuckerrüben.

Branchenvereinbarung 2018

Am 30.9.2017 fallen in der EU die Zuckerquoten und Exportbeschränkungen. Für das Anbaujahr 2017 rechnet die EU mit einer Steigerung der Zuckerproduktion um 20% und einer Verdoppelung der Exporte. Aufgrund der neuen Zuckermarkordnung nähert sich der EU Zuckerpreis dem Weltmarktpreis an. Wegen dem nach wie vor ungenügenden Grenzschutz für Zucker wird die Schweiz von den Auswirkungen direkt betroffen sein. Trotz dieser unsicheren Marktaussichten setzt die Interprofession auf Stabilität.

Die Rahmenbedingungen und das Preisniveau bleiben grundsätzlich gleich wie im Vorjahr. Die wichtigste Änderung ist die Umlagerung von CHF 2.- von der Transportentschädigung auf den Rübenpreis. Der Richtpreis 2018 steigt demnach auf CHF 43.-/ t Zuckerüben. Bei der Transportentschädigung werden der Grundbeitrag sowie die distanzabhängige Entschädigung entsprechend gesenkt. Die Anpassung erfolgt mit dem Ziel, die Transportkosten zu optimieren und ist für Pflanzer, welche ihre Rüben selber führen, ertragsneutral.

Eine Studie hat gezeigt, dass bei den Transporten ein Potential für Einsparungen besteht. Dieses muss aufgrund des verstärkten Preisdruckes und zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Zucker dringend genutzt werden. Neu wird ein Übernahmemodell "Abgang Feldrand" eingeführt, welches es ermöglicht, den Rübentransport der Zuckerfabrik zu übertragen. Auch bei den Bahntransporten ist auf 2018 mit Änderungen zu rechnen. Diese werden den Betroffenen rechtzeitig kommuniziert.

Schweizer Zucker - konventionell und bio- ist gesucht

Die Zuckerlager sind nach zwei kleinen Ernten leer und Schweizer Zucker ist auch dank der Swissnessvorlage gesucht. Daher wird die Zuckerquote von 265'000 t auf 275'000 t Zucker erhöht. Zudem soll die Schweizer Bio Zuckerproduktion weiter ausgedehnt werden. Zur Erfüllung dieser Mengen werden neue konventionelle und Bio Produzenten gesucht. Interessierte können sich bei der Zuckerfabrik melden.

pd