Viele Bilder des Wettbewerbs spiegelten die Arbeit der Schweizer Bäuerinnen und Bauern wieder, sagte Peter Nüesch, Präsident des St. Galler Bauernverbandes. "Wir hoffen, dass es uns gelingt, die Bevölkerung zu überzeugen, dass sie die Leistung der Bauernfamilien, die hinter den Bildern steckt, auch wirklich wertschätzt."
In einer von Adrian Krebs (Chefredaktor Bauernzeitung) moderierten Diskussion zwischen Konsumentenschützerin Sara Stalder, Marketingexperte Kurt Schmid und Landwirt René Eigenmann wurde die Frage aufgenommen, wie sich die Landwirtschaft den Konsumenten präsentiert und wie sie wahrgenommen wird. Es habe noch nie eine Zeit gegeben, in der die Konsumenten ein Bedürfnis nach so viel Orientierung hatten wie heute, so Kurt Schmid. Das Info-Angebot sei zwar so gross wie nie. "Aber wo finden sie in der Flut der Infos dasjenige, das ihnen wirklich Orientierung gibt?", fragte der Werbe-Fachmann.
Sara Stalder riet dazu, den Leuten die reale Landwirtschaft zu zeigen. Sie sollten diese kennenlernen und nicht die verklärten Bauernbilder aus der Werbung. Für die Zukunft erachtet sie als wichtig, dass möglichst viel in kleinstrukturierten Wertschöpfungs-Ketten umgesetzt wird. Dies sei die grösste Chance für Resilienz gegenüber allen internationalen und nationalen Strömungen und Bewegungen, so Stalder. Sie erhofft sich, dass die Bäuerinnen und Bauern Eigenverantwortung übernehmen. Dies geschehe in Kooperation mit den Nachbarbetrieben sowie Verarbeitern und Vertrieben in ihrer Nähe.
Landwirt René Eigenmann geht davon aus, dass rund 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung gut aufgeklärt seien und die CH-Landwirtschaft zu schätzen wüssten. Die anderen 50 Prozent bildeten sich ihre Meinung jedoch lediglich aus den Medien und würden deshalb einige Zusammenhänge nicht erkennen. Er wünscht sich von Konsumenten unter anderem, dass sie sich direkt auf einem Hof vor Ort informieren, wie die Lebensmittel hergestellt werden. Sie sollten ihre Lebensmittel dort einkaufen, wo das Vertrauen zu den Produzenten gross ist.
lid
Bilder zur Preisverleihung an der Olma finden Sie auf Flickr.