Einzelne Delegierte kritisierten gar das «undemokratische» Vorgehen der Parteileitung, welche für die Parolenfassung mit Nationalrat Jean-Pierre Grin (VD) einzig einen Pro-Redner auf die Traktandenliste gesetzt hatte.
In der Diskussion meldeten sich vor allem Gegner der Vorlage zu Wort. Sie befürchten, dass die im Verfassungsartikel erwähnten «grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen» als Freipass für den Freihandel mit der Europäischen Union interpretiert werden können.
Kritisiert wurde auch der Schweizer Bauernverband, der die Initiative für mehr Ernährungssicherheit zugunsten eines «schwammigen» Verfassungsartikels zurückgezogen hatte.
Gegen diese Kritik verwehrten sich die Bauernvertreter. Man habe die Initiative nicht leichtfertig zurückgezogen, betonte der frühere Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter. «Die Initiative hätte keine Chance gehabt», betonte Walter. Hingegen ermögliche die Verankerung der Ernährungssicherheit in der Verfassung eine Stärkung der produzierenden Bauern.
sda