Die Initiantin Franziska Herren sieht die Milliarden hohen Investitionen in die Schweizer Landwirtschaft als fehlgeleitet an. Sie fordert daher Subventionen nur für:

  • Eine pestizidfreie Produktion,
  • keinen Einsatz von vorbeugenden Antibiotika,
  • den Erhalt der Biodiversität
  • und Ernährung des Tierbestands nur mit auf dem Betrieb produzierten Tierfutter. 

«Landwirte sollen für die Schäden, die sie mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln verursachen, aufkommen», so Herren. 

Das sind im Initiativtext formulierte Forderungen, die Franziska Herren so in ihren Argumentarien nicht mehr verwendet, so Ritter. Laut Herren sollen nur noch synthetisch, aber nicht biologisch hergestellte Pflanzenschutzmittel unter die nicht-subventionierten Hilfsmittel fallen. Doch der reine Initiativtext komme vor das Volk und nicht seine Abweichungen, so Ritter. Weshalb auch die aktuell im Biolandbau angewendeten Mittel und demzufolge die Bio-Produzenten betroffen wären. Die zukünftigen Folgen für die Landwirte wären verheerend. 

Laut Christine Hürlimann von «Agrarinfo» sei die Umsetzung der Trinkwasser-Initiative problematisch. Wird sie umgesetzt, bleiben einem Grossteil der Landwirtschaftsbetriebe nur zwei Alternativen:

  1. Sie geben einen Teil ihrer Produktion auf und das damit verbundene Einkommen.
  2. Sie verzichten auf die staatliche Unterstützung und damit auf einen kritischen Teil ihres Einkommens.

«Beides hätte eine deutliche Reduktion der Betriebe zur Folge und damit käme auch unsere bereits fragile Ernährungssicherheit weiter unter Druck. Auf das erklärte Ziel müsse man gemeinsam hinarbeiten», so Hürlimann. 

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