Dunkle Räume und Schweine auf engstem Raum dicht aneinander gedrängt, einige mit offenen Wunden, abgebissenen Schwänzen und mit Kot vollgeschmiert; derartige Bilder wurden am Mittwoch von der Stiftung MART veröffentlicht. Nach Angaben der Tierschützer wurde der Film am Sonntag in einem Schweinemäster-Betrieb in La Praz VD gedreht.
Dessen Besitzer wurde demnach bereits im vergangenen Jahr wegen ähnlicher Verhältnisse auf anderen Betrieben angeprangert. In der Folge musste der Mann an zwei Standorten Verbesserungen vornehmen.
Klage
«Es ist wichtig, dass diese Vorkommnisse der Öffentlichkeit, den Konsumenten aufgezeigt werden und dass die verantwortlichen Behörden endlich intervenieren und diesem Produzenten verbieten, Tiere zu halten», schreibt die Stiftung MART auf ihrer Internetseite. Sie habe deswegen Klage gegen den Züchter eingereicht.
Der Anwalt der Familie, Stefan Disch, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass er «wahrscheinlich reagieren» werde. Denn sie hätten in diesem Fall «die grössten Zweifel über das Datum und den Ort», an denen der Film gedreht worden sei.
Im April und noch einmal am vergangenen Dienstag habe das kantonale Veterinärsamt diesem Schweinezucht-Betrieb unangekündigte Besuche abgestattet, sagte Disch. Es habe nichts beanstandet und auch keine zusätzlichen Massnahmen angeordnet. Zwar habe es in der Vergangenheit einige technische Mängel gegeben, doch der Familie sei es wichtig gewesen, diese zu beseitigen.
sda