Die Emmental Versicherung prämiert dieses Jahr zum 25. Mal den Agropreis, der unter dem Patronat des Schweizer Bauernverbandes (SBV) steht. Für den AgroPreis können sich Bäuerinnen und Bauern sowie Gruppen bewerben, die mit innovativen Projekten die wirtschaftliche Situation von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben nachhaltigen verbessern.

50 Projekte eingereicht

Die Gesamtpreissumme beträgt 50'000 Franken, der Hauptpreis ist mit 20'000 Franken dotiert. Heuer wurden 50 Projekte eingereicht, wie die Organisatoren mitteilen. Vier haben es in die Endauswahl geschafft. Es sind:

  • Die Bauernhofkita Hüehnernäscht in Uezwil AG: Ins Leben gerufen hat sie die gelernte Bäuerin und diplomierte Kindergärtnerin Sandra Schmid Koch. Mit Erfolg - für die Kita existiert eine Warteliste. Die Krippe ist längst mehr als ein Nebenerwerb, sondern ein vollwertiger Betriebszweig und bietet Platz für zwölf Kinder ab 14 Wochen bis zur Schulreife. Die Krippe ist der grösste Arbeitgeber im Dorf.
  • Das Appenzeller Biermischgetränk Bschorle:  Hochstamm-Obstbäume haben im Appenzellerland Tradition und prägen vielerorts die Landschaft. Doch auch hier sind sie gefährdet. Landwirt Fredi Klee aus Oberegg AI motivierte die einheimische Brauerei Locher AG, ein Mischgetränk aus Appenzeller Bier und Appenzeller Obstsaft zu entwickeln, das Bschorle. Zwei Jahre nach dem ersten Gespräch hat das Getränk die Regale in den Nordostschweiz erobert.
  • Spirulina-Algen aus Ajoie JU: Familie Etique produziert frische und naturbelassene Spirulina-Algen in Schweizer Qualität. Getrocknete Spirulina-Algen gelten als eine hochwertige und gut verfügbare Quelle für Vitamine, Eisen und andere Nährstoffe. Die Familie suchte eine Nutzung für die Abwärme der geplanten Biogasanlage und eine Zweitnutzung für das Treibhaus mit den Anzuchtwannen für die Tabaksetzlinge, das während zehn Monaten pro Jahr leer stand.
  • Aemmeshrimps aus Burgdorf BE: In unmittelbarer Nähe zu einem Stadtquartier in Burgdorf produziert die Familie Kunz im ehemaligen Schweinestall Shrimps. In geschlossenen Tanks werden sie ohne Antibiotika aufgezogen. Das nötige Warmwasser für die Zucht stammt von einer Solaranlage. In Zukunft sollen weitere Betriebe in einem Franchising-System miteinsteigen.

Der AgroPreis wird am 2. November im Berner Kursaal verliehen.

jw