Im Jahr 2020 gab es demnach 6200 labordiagnostisch bestätigte Fällen von Campylobacteriose (Vorjahr: 7223). Die Darminfektion, die durch Bakterien der Gattung Campylobacter ausgelöst wird, war jedoch nach wie vor die am häufigsten verzeichnete Zoonose. Die zweithäufigste Zoonose-Erkrankungen, die Salmonellose, wurde in 1270 Fällen diagnostiziert (Vorjahr: 1546). Zudem wurden 58 bestätigte Listeriosefälle gemeldet, was sich im Rahmen der Vorjahre bewegt.

Zehn Tote

Die Ansteckungen geschahen zumeist über kontaminierte Lebensmittel. Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche seien in der Schweiz aber selten. Insgesamt erkrankten mehr als 161 Personen, mindestens 36 Personen wurden hospitalisiert, 10 Menschen starben. Eine gute Küchenhygiene sei deshalb wichtig, hiess es.

Möglicherweise wegen Corona zurückgegangen

Die insbesondere bei Campylobacteriose und Salmonellose zurückgegangenen Fälle könnten gemäss BLV mit der Corona-Pandemie zusammenhängen, da weniger Fälle abgeklärt und gemeldet wurden. Auch die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie könnten einen Einfluss gehabt haben.

 

Was sind Zoonosen?

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen überspringen können und umgekehrt. Auch das Coronavirus gehört zu den zoonotischen Erregern. Mehr dazu auf Wikipedia.