Die Forderung der Produzenten nach einer Erhöhung des Richtpreises habe keine Mehrheit gefunden, schreibt die BOM am Mittwochabend in einer Mitteilung. Entscheidend sei dabei die unterschiedliche Einschätzung über die Entwicklung des Marktes gewesen.
Schoggigesetz-Nachfolge
Am 1. Januar 2019 wird das staatliche System des Schoggigesetzes durch eine private Fondslösung der Milch- und Getreidebranche abgelöst. Die Vorarbeiten für diese Nachfolgelösung laufen seit Frühjahr 2018 intensiv. Der BOM-Vorstand habe an der heutigen Sitzung wichtige Detailfragen für den «Fonds Rohstoffverbilligung für die Nahrungsmittelindustrie» und für den «Fonds Regulierung» geklärt, heisst es weiter. Dazu gehören eine Definition der beitragsberechtigten Produkte oder im Fonds Regulierung eine Definition, welche Unternehmen sich an der Regulierung unter welchen Bedingungen beteiligen können. Die wichtigsten Eckpfeiler sind bereits durch das im April 2017 verabschiedete Reglement vorgegeben. In den kommenden Wochen finden Informationsveranstaltungen über die Einführung und zu den Einzelheiten der neuen Fonds statt.
Nachhaltigkeitszuschlag für Milch
Das dritte wichtige Thema an der Sitzung waren die Beratungen zu einem Branchen-standard für Nachhaltige Milch. Der Vorstand habe sich zur Einführung eines einheitlichen Standards entschieden, schreibt die BOM. Dabei hat sich der Vorstand dazu bekannt, einen noch zu bestimmenden Nachhaltigkeitszuschlag auszurichten. In den den kommenden Wochen werden weitere Fragen geklärt und anschliessend das Programm der Öffentlichkeit vorgestellt.
jw