Landwirtschaftsminister Stéphane Travert kündigte am Dienstag neue gesetzliche Regelungen an, nach denen die Unternehmen Auffälligkeiten bei ihren Kontrollen künftig an die Behörden melden müssen. Das soll sowohl für unternehmenseigene Untersuchungen aus der Produktion wie auch für externe Labore gelten und auch eventuelle Risiken für die Umwelt umfassen.

Mehr Sicherheit für Kinder

Mehr Produktsicherheit will der Minister insbesondere auch bei Milchpulvererzeugnissen für Kinder erreichen. Binnen drei Monaten sollen für deren gesamte Produktionskette besondere Kontroll- und Risikomanagementvorgaben eingeführt werden; diese Neuregelung wird nach Angaben Traverts weniger als 100 Produktionsstätten im Land betreffen.

Überwachen soll die Umsetzung der neuen Vorschriften das Amt für Gesundheitsschutz in Ernährung, Umwelt und Arbeit (ANSES). Die Behörde soll ausserdem sicherstellen, dass die Kontrollen an die identifizierten Risiken angepasst werden und Empfehlungen zur Verbesserung der Kontroll- und Vorsorgesysteme erarbeiten.

Eigenverantwortung wahrnehmen

Travert erinnerte die Branche zugleich an ihre Eigenverantwortung. Der Staat habe eine Überwachungsfunktion, trotzdem sei jedes Unternehmen selbst für die Unbedenklichkeit seiner Produkte verantwortlich. Es sei unbedingt notwendig, sich „jeden Tag“ um das Vertrauen der Konsumenten zu bemühen. Die momentane Krise dürfe nicht dem Ansehen der gesamten heimischen Branche schaden, betonte der Minister. Sichere Nahrungsmittel seien „Grundvoraussetzung und Schlüsselelement“ der Leistungsfähigkeit der französischen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

AgE