Letzte Woche war Grosskampfwoche – die schöne Wetterperiode bis zum Wetterumschwung wurde fleissig genutzt und es wurde überall siliert und Mais gesät.
Septoriadruck beim Weizen
Ansonsten war das Wetter für das Wachstum der Kulturen sehr stressig und nicht förderlich. Gegenüber anderen Jahren sind sie im Rückstand. Der Weizen befindet sich im Stadium «Schieben des Fahnenblatts (DC 37)» bis «Fahnenblatt entfaltet (DC 39)».
Aufgrund des wechselhaften und regnerischen Wetters ist der Infektionsdruck mit Septoria als hoch einzuschätzen. Insbesondere anfällige Sorten sind gefährdet. Die zweite Fungizidbehandlung muss also baldmöglichst gemacht werden, damit das Fahnenblatt geschützt ist. Aufgrund der langen Inkubationszeit von Septoria wird die Stärke des Befalls erst in den nächsten Wochen ersichtlich werden. Viele Fungizide haben Abstandsauflagen wegen Abdrift oder Abschwemmung zu Gewässern, welche berücksichtigt werden müssen. Es ist wichtig, diese einzuhalten.
Adulte Getreidehähnchen und Eier sind eigentlich überall zu finden. Der Regen der letzten Tage hat die vereinzelten kleinen Larven wieder abgewaschen. Das wechselhafte und kühle Wetter hat die Eier dezimiert. Die Schadschwelle (zwei Larven pro Halm) ist noch nirgends überschritten. Um die Schadschwelle korrekt zu ermitteln, werden 10 × 5 Halme quer über das Feld verteilt ausgezählt. Übrigens: Der Schaden des Getreidehähnchens wird wohl häufig überschätzt. Das zeigen neue Erhebungen der HAFL und Agroscope.
Stadium der Zuckerrüben
Ein grosser Teil der Zuckerrübenfelder befindet sich im 6–8-Blatt-Stadium. Parzellen mit Conviso-Rüben sind deutlich besser entwickelt als konventionelle. Letztgenannte Flächen präsentieren sich sehr unterschiedlich, auch hier hat wohl das wechselhafte Wetter mit den kühlen, teilweise frostigen Temperaturen in Kombination mit dem Herbizideinsatz Spuren hinterlassen. Rein zeitlich steht der letzte Spliteinsatz auf vielen Flächen an, teilweise wurde er auch bereits gemacht. Auf vielen Zuckerrübenfeldern finden sich schwarze Blattläuse. Als einziges Mittel ohne Sonderbewilligung zugelassen ist Pirimor. Es muss darauf geachtet werden, dass Pirimor nicht in Rüben, welche im Ressourceneffizienzprogramm angemeldet sind, eingesetzt werden darf.
Unkraut beim Mais
Mulch-, Direkt- und Streifenfrässaaten sind bis ins 4-Blatt-Stadium auf Schneckenbefall zu überwachen. Wo die Unkrautbekämpfung noch offen ist, sollte der Mais so früh als möglich behandelt werden. Aber Achtung: Um Schäden an der Kultur zu vermeiden, gilt es zu beachten, dass nach starken Niederschlägen oder kühlen Temperaturen mit der Herbizidbehandlung mindestens drei Tage zugewartet werden muss. Dies, damit sich die gestressten Maispflanzen wieder erholen und eine Wachsschicht aufbauen können. Eine Windenbekämpfung im Mais erfolgt am besten in einem separaten Durchgang im 6-Blatt-Stadium des Mais mit Dicamba. Für eine gute Wirkung sollten die Winden 20 bis 30 cm gross sein.
Tipps der Woche
- Grosser Infektionsdruck mit Septoria beim Weizen
- Letzter Splitzeinsatz bei den Zuckerrüben planen
- Unkrautbekämpfung beim Mais