Das Amt für Gesundheitsschutz in Ernährung, Umwelt und Arbeit (ANSES) will im Verbund mit dem Nationalen Institut für Industrie- und Umweltrisiken (INERIS) sowie dem Netzwerk der Luftüberwachungsverbände (AtmoFrance) die Datenlage zur Exposition der Bevölkerung verbessern. Ziel sei es, die Gesundheitsrisiken zu bewerten und eine langfristige Überwachungsstrategie zu erarbeiten, teilte das ANSES gestern mit.

80 Substanzen überwachen

Nach Angaben der Behörde sollen im Rahmen der Untersuchungen etwa 80 verschiedene Substanzen, darunter neben Glyphosat auch Wirkstoffe wie Fipronil oder Dicamba, an 50 Messstellen im kontinentalen Frankreich und in den Überseegebieten überwacht werden. Die Substanzen seien nach ihren physikalischen Eigenschaften und ihrem Gefährdungspotenzial ausgewählt worden. Bei der Verteilung der Messstellen habe man sowohl die Bevölkerungsdichte als auch die Produktionsmethoden berücksichtigt, um ein möglichst breites Spektrum abzudecken.

Laut ANSES sollen die erhobenen Daten insbesondere die geplante Studie zur Belastung der Bevölkerung in landwirtschaftlich genutzten Gebieten ergänzen und auch in die nationale Luftqualitätsdatenbank eingehen. Das Pilotprojekt ist Teil des 2015 eingerichteten Programms zur Überwachung der negativen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln. Neben Mitteln der Behörde, die für die nationalen Zulassungen im Pflanzenschutz zuständig ist, fliessen auch Gelder des Umweltministeriums in das Vorhaben.

AgE