Das haben die jeweiligen Unternehmen am Freitag mitgeteilt. Laut Bayer war es eine Auflage des US-Justizministeriums, dass Monsanto ein getrenntes Unternehmen bleibt und als solches geführt werden muss, bis die Verkäufe abzutretender Geschäfte abgeschlossen sind, die nun an die BASF gegangen sind.
Wie das Ludwigshafener Unternehmen seinerseits berichtete, umfasst die Gemüsesaatgutsparte 24 Kulturen und rund 2 600 Sorten. Darüber hinaus beinhalte es „gut aufgestellte, starke“ Forschungs- und Entwicklungs- sowie Züchtungsplattformen mit mehr als 100 Züchtungsprogrammen in über 15 Kulturen. Mit diesem Schritt schließe man zugleich den Erwerb wesentlicher Geschäfte und Vermögenswerte ab, die im Jahr 2017 einen Gesamtumsatz von 2,2 Mrd Euro erzielt hätten. Der Kaufpreis betrage insgesamt 7,6 Mrd Euro in bar, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen zum Abschluss der Transaktion.
Bayer kann sich nun bei Glyphosat-Verfahren einbringen
Mit dem grünen Licht zur Integration hat sich für die Bayer AG nach deren Angaben die Möglichkeit eröffnet, sich aktiv in die Verteidigung bei den Glyphosat-Verfahren und etwaigen anderen Rechtsstreitigkeiten, beispielsweise Schadenersatzklagen bezüglich des Produkts Dicamba, einzubringen. Aufgrund der Auflagen des US-Justizministeriums sei der Zugang zu detaillierten internen Informationen von Monsanto bisher verwehrt gewesen, so Bayer. Unter diesen Bedingungen habe man auch nicht die Erlaubnis gehabt, Sachverhalte zu beeinflussen oder aktiv und detailliert zu diesen Stellung zu nehmen, soweit diese das Geschäft von Monsanto betroffen hätten.
AgE