Sie ist eine von ihnen. Wenn Patrizia Hobi an einer Viehschau im Dirndl und mit kunstvoll geflochtenem Haar auf ihren Einsatz als Ehrendame wartet, weiss sie genau, was im Ring abgeht. Sie ist gelernte Landwirtin, leidenschaftliche Züchterin und hat schon als kleines Mädchen ihren Vater, Hans Hobi, an Viehschauen begleitet. Zeigt sie ihre eigenen Tiere, tut sie das mit Stolz. "An den Schauen wird sichtbar, welche Vorarbeit man geleistet hat", sagt sie. Die tolle Atmosphäre an den Schauen und die Freude an den Tieren, die überall zu spüren ist, begeistert sie stets von neuem.
Robust und anpassungsfähig
Da wo Patrizia Hobi herkommt, sind Braunviehtiere allgegenwärtig. In der Region Flumserberg macht die Rasse eine gute Falle; die Tiere sind robust und anpassungsfähig. Der Betrieb der Familie Hobi liegt zwar im Tal, von der A3 zwischen Sargans und Flums bestens zu sehen. Doch die Hälfte der 28 Milchkühe verbringt den Sommer auf der Alp, mit dabei alle Jungtiere. Patrizia Hobi arbeitet auf dem elterlichen Betrieb. Zum Betrieb gehören zirka 20 Hektaren Land, worauf nebst Gras und Mais für die Tiere auch Getreide angebaut wird. Morgens und abends ist sie im Stall anzutreffen. Die Arbeit, die zwischen dem Stalldienst anfällt, ist jeden Tag anders. "Diese Abwechslung gefällt mir besonders gut", sagt Patrizia Hobi.
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Ursina Berger-Landolt
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