Das Aufgabengebiet des Schweizer Bauernverbands ist vielfältig, sei es das politische Lobbying auf der nationalen (Agrar-)Politikbühne, aber auch Kommunikation und Marketing, man denke an die Kampagnen «Gut, gibt's die Schweizer Bauern». Der SBV bearbeitet aber auch Marktfragen und erbringt Dienstleistungen.

Diese Arbeit finanziert der SBV aus eigenen Einnahmen, Dienstleistungen und Mitgliederbeiträgen (siehe Kasten). Neu erfolgt die Festlegung des Beitrags für die einzelnen Produktionszweige auf Basis des Durchschnittswerts der Endproduktion der letzten drei Jahre. Die Delegiertenversammlung des SBV hat das entsprechende Reglement am 23. November 2017 verabschiedet. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Organisationen wird ab 2018 auch das Inkasso der Beiträge der Rindvieh- und Schweinehalter auf ein neues Fundament gestellt. Neu stelle die Identitas den Beitrag direkt bei den Tierhaltern in Rechnung, teilt der SBV mit.

Die Rindvieh- und Schweinehalter profitierten von den Arbeiten des SBV, heisst es in der Mitteilung. Für sie sei «ein griffiger Grenzschutz von existenzieller Bedeutung». Auch bei der Beschaffung von Mitteln für Marktentlastungsmassnahmen, der Raumplanung, der Markttransparenz, den Deklarationsregeln und der Auslobung der Herkunft Schweiz, die Dienstleistung QM-Schweizer Fleisch oder der Sensibilisierung der Konsumenten unterstütze der SBV ihren Erfolg am Markt.

SMP und Mutterkuh Schweiz senken Beiträge

Mit der Umstellung entfallen die bisher durch die Organisationen der Viehwirtschaft entrichteten Beiträge an den SBV für das Schlachtvieh. Die
Schweizer Milchproduzenten (SMP) beispielsweise haben ihre direkten Beiträge deshalb bereits vorgängig per 1. Mai 2017 um zehn Prozent gesenkt. Auch Mutterkuh Schweiz reduziert den Mitgliederbeitrag entsprechend dem wegfallenden Betrag.

jw