Was auf einem Viehschauplatz auf gar keinen Fall fehlen darf, ist alles, was es dafür braucht, die Kühe auf Hochglanz zu bringen. Wer mit seinen Tieren auf den Schauplatz läuft und nicht fährt, kennt das Problem: Wie kommt nun das ganze Material auf den Schauplatz, wenn nicht der Grossvater, die Bäuerin oder der Lehrling mit dem Auto hinfährt und den ganzen Karsumpel transportiert?
Bei den Appenzellern gelten Kühe wohl eher noch als Mitarbeiterinnen der Bauernfamilien, denn als Schaumodel, das mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln bearbeitet werden muss, um die Ausstellung auch tatsächlich zu gewinnen. So muss die braune Appenzellerin auch mal mit anpacken und den Striegel und die Bürste halt selber mit auf den Schauplatz nehmen. So, wie auf unserem Bild befestigt, würde sich bei einer Kuh statt Treichel oder Glocke auch einmal anbieten, einen Kessel anzubringen. Dann wäre auch der dabei.
Wer also saubere Kühe ohne Fahrspesen auf dem Schauplatz haben will, muss halt entsprechend viele Tiere anmelden, soll alles, was es für so einen Tag braucht, auch tatsächlich mit.
sb