Wie der Schweizerische Verband der Backwaren und Zuckerwaren-Industrie Biscosuisse in einer Medienmitteilung schreibt, wurden 2018 2 Prozent weniger Dauerbackwaren verkauft als im Vorjahr. Im Inland sank die Verkaufsmenge bei allen Produktgruppen ausser den Apéro- und Salzgebäcken (Zunahme um 3.1 Prozent) und den Spezialitäten (Zunahme um 0.6 Prozent).

Importgeschäfte

Der Marktanteil von Importwaren bei Standard-Biscuits und Spezialitäten (inklusive Waffeln und lebkuchenähnliche Gebäcke) belief sich auf 49.6 Prozent, also 1.6% höher als im Vorjahr. Jedes zweite Guetsli, das in der Schweiz verkauft wird, kommt also aus dem Ausland. Davon stammen 45% aus Deutschland. Der Pro-Kopf-Konsum von Biscuits liegt in der Schweiz bei jährlich 5.2 Kilogram.

Exportgeschäfte

Verkaufsmenge wie auch Umsatz sind zwischen 2010 und 2018 insgesamt mehr als 30 Prozent zurückgegangen. Die Auslandverkäufe von in der Schweiz hergestellten Dauerbackwaren beliefen sich 2018 auf 11‘318 Tonnen, respektive ein Rückgang von 5.5% gegenüber dem Vorjahr. Wie im Inland waren Apéro- und Salzgebäcke sowie Spezialfabrikationen auch im Ausland beliebter als im Vorjahr und legten zu. Von der Gesamtproduktion wurden schliesslich 26.3 Prozent exportiert, mehrheitlich nach Deutschland (36.4 Prozent), gefolgt von Frankreich (22.1 Prozent) und Saudi Arabien (6.5 Prozent).

Gründe für die Entwicklung

Für Biscosuisse ist die Abschaffung des „Schoggi-Gesetzes“ Hauptgrund für die schlechten Zahlen in der Branche. Verteuerte Rohstoffpreise in der Schweiz aufgrund des Agrargrenzschutzes würden den Schweizer Verarbeitern nicht helfen, konkurrenzfähige Ware zu produzieren. Gleichzeitig sei es seit 2017 nicht mehr möglich, in der Schweiz veredelte ausländische Rohstoffe als „Swiss Made“ zu kennzeichnen.

lid