«3 Prozent der Schweizer leben vegan, 11 Prozent vegetarisch, 17 Prozent essen selten Fleisch und wenn, dann nur solches aus artgerechter Haltung», das schreibt die NZZ am Sonntag (NZZaS) in der aktuellen Ausgabe. Rund ein Drittel der Bevölkerung habe Vorbehalte, wenn es um den Konsum von Tierprodukten gehe, heisst es weiter; «Unter den 15- bis 34-Jährigen sind es sogar 41 Prozent.»

Geht es um Fleisch, ist es aber mit der Verschiebung der Konsummuster noch nicht getan; öfter kommt es zu angriffen auf Metzgereien – in Frankreich habe der Metzgereifachverband gar Polizeischutz beim Innenministerium angefordert, heisst es im Artikel. Und der Direktor vom Schweizer Fleischfachverband - Ruedi Hadorn - muss mit ansehen, wie seine Mitglieder immer verängstigter werden.

In Genf wurde laut NZZaS eine Metzgerei zertrümmert. 70 Kilometer von Genf entfernt haben Tierrechtsaktivisten einen Schlachthof angezündet. Und der Nachrichtendienst des Bundes verzeichnet laut NZZ seit Anfang 2018 «eine Zunahme von Gewalttaten aus der Tierrechtsszene in der Schweiz».

Die Genfer Metzger habe bei zwei Schlachthöfen Fenster und Türen mit Eisenstäben verstärkt. Andere würden sich mit Überwachungskameras oder verstärkten Zäunen vor ungewünschten Gästen schützen. Das Phänomen beschränkt sich laut NZZaS auf die Westschweiz. «In Zürich halten Aktivisten jeden Monat eine friedliche Mahnwache vor dem Schlachthaus ab, die von der Polizei überwacht wird.» Angestellte des Schlachtbetriebs Zürich seien schon fotografiert und in den sozialen Medien an den Pranger gestellt worden.

hja