«Digital Butchers», ein von Mike Egger und Rafael Caprez entwickeltes Projekt, will Konsumentinnen und Konsumenten wieder einen nachhaltigen Fleischkonsum ermöglichen. Das Bewusstsein, alle Teilstücke eines geschlachteten Tieres als Lebensmittel zu nutzen, wie es früher praktiziert wurde, soll wiederhergestellt werden. «Digital Butchers verbindet den Nachhaltigkeitsgedanken von Nose-to-Tail mit dem Tierwohlaspekt der Herkunft und Haltung sowie dem Genuss unserer Produkte», wird Mike Egger in einer Medienmitteilung zitiert.
Nachhaltige Verwertung
Zu diesem Zweck riefen die beiden jungen Männer die Website www.digital-butchers.ch ins Leben. Hier kann man sich online ein Rind teilen. Der Clou ist, dass das Tier erst geschlachtet wird, sobald genug Bestellungen zusammengekommen sind, um alle Teilstücke des geschlachteten Rinds zu verwerten. Gemäss Medienmitteilung wird das geteilte Rind anschliessend in einer gut isolierten, nachhaltigen Kühlbox, welche in der Kartonsammlung entsorgt werden kann, nach Hause geliefert. Im Rahmen des Projekts arbeiten die beiden Jungunternehmer mit dem IP-Suisse-Betrieb Sunnehof zusammen, auf dem rund 70 Mutterkühe sowie deren Kälber leben. «Wir kennen also die Herkunft unserer Tiere ganz genau und wissen, wer dahintersteht.» Laut Medienmitteilung können sich die Tiere des Sunnehofs zwischen Auslauf und Stall frei bewegen und sich somit - je nach Lust und Laune - sonnige oder schattige Plätze aussuchen.
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsaspekts arbeiten die «Digital Butchers» mit Lernenden zusammen. «Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unsere Produkte mit der Mazubi (Berufsbildung der Micarna) zusammen herzustellen», so Caprez in der Medienmitteilung. Für den studierten Lebensmitteltechnologen passen «Digital Butchers» und die Mazubi aufgrund ihrer motivierten Fachkräften hervorragend zusammen.
lae