Die Gründe für das Auftreten dieser agressiver Bananenkrankheiten sind sicherlich im intensiven und grossflächigen Anbau und in der genetischen Enge der angebauten Klone zu suchen. Es stimmt, dass sich Bananen züchterisch nur schwer an neue Krankheiten anpassen lassen, weil sie keine Samen ausbilden. Will man nämlich bei Bananen genetische Variation mittels Rekombination erzeugen, ist eine Kreuzung mit einer samenbildenden Sorte notwendig.

Die Eigenschaft der Samenbildung dann später wieder herauszuzüchten sei jedoch fast unmöglich, sagt der malayische Pflanzenzüchter Johari Sarip. Er glaubt aber trotzdem nicht, dass die Banane ganz aussterben wird. "Gegen Blood Disease and die neue Fusarienrasse TR4 sind zwar fast alle kommerziellen Sorten anfällig, und wir werden wohl einen Teil der Sorten verlieren, aber ich bin überzeugt das es uns gelingen wird, neue robustere Sorten zu finden." Johari hofft dabei auf neue Technologien, wie etwa molekulare Methoden. Ein möglicher Weg sei auch genetische Mutation, die bei Bananen zu neuen Eigenschaften führen kann.

Markus Spuhler

Die grosse Reportage zum Potenzial wenig bekannter Tropenfrüchte lesen Sie in der nächsten BauernZeitung vom 1. Juni 2018